Wissenschaftliche Erkenntnisse widersprechen dieser Behauptung jedoch. Viele Bereiche der Wissenschaft, wie die Paläontologie, Genetik und Biochemie, weisen darauf hin, dass weder die Entstehung einer Spezies, geschweige denn die gesamte Artenvielfalt, einem Evolutionsprozess zuzuschreiben ist.
Vor der Betrachtung der Hinfälligkeit der darwinistischen Behauptungen bezüglich der Speziation, zunächst einige allgemeine Informationen über Klassifizierung in der Biologie.
Um dieses Problem zu lösen, vergeben Biologen für jede Pflanze und jedes Tier einen wissenschaftlichen Namen, sodass alle Organismen nach einem binomialen Klassifikationssystem beschrieben sind. Das erste Wort ist im Allgemeinen ein lateinischer Begriff, was auf die Zeit zurückzuführen ist, als Latein eine Weltsprache war. Die Hunde, die Sie jeden Tag sehen, heißen zum Beispiel Canis familiaris und die Katzen Felis catus.
Zusätzlich zur Benennung lebender und ausgestorbener Arten, beschreiben und klassifizieren Wissenschaftler diese nach speziellen Kriterien. Die Wissenschaft der Benennung, Beschreibung und Klassifizierung von Lebewesen wird als Taxonomie oder Systematik bezeichnet. Tiere werden zum Beispiel gemäß ihrer Körperstrukturen und -systeme, Organe, Entwicklungsstufen, Verhaltensweisen und genetischen Informationen eingeordnet. Informationen über ausgestorbene Spezies stammen von Fossilien.
Das Klassifikationssystem selbst besteht aus hierarchischen Kategorien bzw. sieben Hauptgruppen.
Diese sind, absteigend nach Größe:
Regnum (Plural: Regna)
Phylum (Plural: Phyla)
Klasse
Ordnung
Familie
Gattung
Spezies
Jedes Lebewesen nimmt eine bestimmte Position in jeder dieser sieben Gruppen ein. (Innerhalb der hierarchischen Klassifikation gibt es auch Unterkategorien) Zum Beispiel der Baum den, wir im Allgemeinen als Weiße Kiefer bezeichnen, gehört zum Regnum der Pflanzen und dem Phylum der Tracheophyta. Die Weiße Kiefer gehört außerdem zu der Klasse der Pteropsida, Ordnung der Coniferales, Familie der Pinaceae, der Gattung Pinus und der Spezies Strobus.
Der wissenschaftliche Name des Wolfes, einem hundeartigen Raubtier, ist Canis Lupus. Er gehört zum Phylum der Säugetiere, der Ordnung der Raubtiere, der Familie der Hunde und der Gattung Canis.163
Die höchste der Hauptgruppen in diesem Klassifikationssystem ist das Regnum. Bis zum 20. Jahrhundert unterschieden Biologen Lebewesen nur nach Tier oder Pflanze. Die Fortschritte auf den Gebieten der Mikrobiologie und Biochemie im Laufe des letzten Jahrhunderts haben jedoch gezeigt, dass diese einfache Unterscheidung nicht ausreicht. Heutzutage wird bei der Klassifikation zwischen fünf Regna unterschieden. Zusätzlich zu den Tieren und Pflanzen werden auch die Pilze, Protisten und Prokaryoten als separate Regna betrachtet.
Zu den Protisten zählen hautsächlich einzellige Organismen mit Zellkern, wie verschiedene Algen (z. B. Kieselalgen). Etwa 100 000 Arten dieses Regnums sind bekannt. Prokaryoten sind einzellige Organismen ohne Zellkern, wie z. B. Bakterien. Bisher konnten rund 100 000 Spezies dieses Regnums beschreiben werden.
Auf die Regna folgen in der biologischen Klassifikation die Phyla, über deren genaue Zahl Uneinigkeit unter den Biologen herrscht. Eine Einteilung bei Tieren in 32 und bei Pflanzen in 10 Phyla ist jedoch allgemein akzeptiert. Alle Tiere eines bestimmten Phylums besitzen gleiche Körperstrukturen, wobei sich die Phyla erheblich voneinander unterscheiden. Das Phylum zu dem unter anderem auch die Schwämme gerechnet werden, unterscheidet sich stark vom Phylum der Chordata, zu dem Wirbeltiere, wie Fische, Säugetiere, Vögel und Reptilien zählen. Die uns vertrauten Insekten, gehören zum Phylum der Arthropoda, dem größten Phylum des Tierreichs, zu dem auch die Krustentiere des Meeres gehören.
Die Lebewesen einer Klasse sind sich ähnlicher als die Mitglieder eines Phylums. Vögel, Reptilien und Säugetiere gehören zum Phylum der Chordata, sind jedoch unterschiedlichen Klassen zugeordnet. Vögel, die über Flügel und Federn verfügen, Merkmale, die in der Tierwelt einzigartig sind, gehören zur Klasse der Aves. Reptilien, Mitglieder der Klasse Reptilia, legen Eier und sind Kaltblüter. Ihre Körper sind mit Hautschuppen bedeckt. Säugetiere, die zur Klasse der Mammalia gehören, gebären ihre Jungtiere und säugen diese, sind Warmblüter und haben im Allgemeinen ein Fellkleid aus Haaren.
Bei der biologischen Klassifikation ist eine Klasse in Ordnungen aufgeteilt. Die Klasse der Säugetiere ist in 23 Ordnungen aufgeteilt. Diejenigen, die sich von Insekten ernähren, wie Maulwurf und Igel, gehören zur Ordnung der Insektivore. Nagetiere wie Mäuse und Eichhörnchen gehören zur Ordnung der Nager und Fleischfresser wie Hunde und Wölfe gehören zur Ordnung der carnivoren Tiere.
Die nächste Stufe ist die Familie. Die Klasse der Säugetiere zum Beispiel umfasst mehr als 100 Familien. Obwohl Katzen und Hunde zur gleichen Ordnung gehören, nämlich den Fleischfressern, gehören Katzen zu der Familie der Feliden und Hunde zur Familie der Caniden.
Die Spezies ist die grundlegende Kategorie der biologischen Klassifikation. Eine Spezies kann als eine Gruppe von Lebewesen beschrieben werden, deren Mitglieder sich untereinander fortpflanzen können und über die gleichen körperlichen Merkmale verfügen. Rassen oder Zuchtsorten innerhalb einer Spezies haben üblicherweise unterschiedliche wissenschaftliche Bezeichnungen. So wird zum Beispiel der Rotfuchs als Vulpes vulpes, der Wüstenfuchs als Vulpes zerda und der Großohr-Kitfuchs als Vulpes macrotis bezeichnet. Gibt es unterschiedliche Gruppen oder Variationen innerhalb einer Spezies, werden diese in unterschiedliche Untergruppen eingeteilt.
Die Beschreibung und Klassifizierung von Lebewesen erfolgt durch Biologen, die als Taxonomen bezeichnet werden. Sie teilen die Lebensformen, die sich in der Natur ausschließlich untereinander paaren, lebensfähigen Nachwuchs zeugen und über gleiche körperliche Merkmale verfügen in Spezies ein. Sie bestimmen die Klassifikation, wie z. B. zu welcher Gattung eine Spezies gehört und welche Gattungen zu welcher Familie gehören.
Klassifikationen durch verschiedene Taxonomen stimmen im Wesentlichen überein, weisen aber doch manchmal wichtige Unterschiede auf. So können fünf Spezies zum Beispiel unter einer, zwei oder drei Gattungen zusammengefasst werden. Aus diesem Grund herrscht zwischen Wissenschaftlern häufig Uneinigkeit über die Klassifikation verschiedener Lebewesen.164
Die Grundsteine der Taxonomie wurden bereits gelegt, vor Darwin seine Evolutionstheorie vorstellte. Außerdem waren die Begründer der Taxonomie Wissenschaftler, die an Gott und Schöpfung glaubten.
Der britische Wissenschaftler und Theologe John Ray (1627-1705) war Wegbereiter für das Klassifikationssystem wie wir es heute kennen.165 Ray ordnete Pflanzen, Vögel, Säugetiere, Fische und Insekten nach bestimmten Kriterien. Anstatt Pflanzen nach einzelnen Merkmalen zu klassifizieren, betrachtete er deren gesamte Strukturen. Er schrieb einige Bücher zu diesem Thema und legte damit den Grundstein für die Wissenschaft der Taxonomie. In seinen Büchern hielt er auch seine Beobachtungen über die wunderbare Ordnung in der Natur fest.166 Ray, dessen Verdienste um die Wissenschaft nicht vergessen sind, sagte, dass die Systeme und Eigenschaften von Lebewesen auf das Wunder der Schöpfung zurückzuführen seien und beschrieb seine Ansichten wie folgt:
Für einen freien Mann gibt es keine wertvollere und erbaulichere Beschäftigung, als über die Schönheit der Natur nachzusinnen und die unendliche Weisheit und Güte Gottes zu ehren.167
Der schwedische Naturforscher Carl Linnaeus (1707-1778) gilt als Vater der modernen biologischen Klassifikation.168 Er nutze als Erster das zweigliederige Nomenklatursystem und entwickelte ein auf hierarchischen Kategorien basierendes System zur Klassifikation. Viele Spezies verdanken ihm ihre wissenschaftlichen Namen (z. B. Homo sapiens für Mensch).169 Im Jahr 1753 wurde die 10. Ausgabe seines Buches Systema Naturae veröffentlicht. Dieses Jahr gilt auch als Ausgangspunkt der modernen Taxonomie.170
Linnaeus benannte und klassifizierte Tiere und Pflanzen, die er und seine Studenten überall auf Welt gesammelt hatten. Dabei achtete er besonders auf ihre strukturellen Übereinstimmungen und Unterschiede. Das von ihm entwickelte System wird noch heute, zum Großteil unverändert, genutzt. Linnaeus` System zur Beschreibung und Klassifikation von Lebewesen hat sich erfolgreich durchgesetzt und er wurde zu einer der angesehensten Personen in der Geschichte der Wissenschaft.
Er glaubte, dass alle Lebewesen die Schöpfung Gottes sind, und dass sich die Arten nicht verändern. Er fasste die Ergebnisse seiner Studien mit diesen Worten zusammen: "Es gibt so viele Spezies, wie der allmächtige Herr zu Anfang schuf."171 Laut Linnaeus weist die Klassifikation auf die Göttliche Ordnung der Schöpfung hin.172 Die hierarchische Anordnung der Lebewesen deute auf Gottes vollkommene Ordnung und Harmonie hin, und nicht wie Darwin später beschrieb, auf die Evolution. In seinem Buch beschrieb Linnaeus wiederholt, dass das wunderbare Konzept, welches er in der Natur erkannt hat, nur durch Gottes Schöpfung entstanden sein kann.
Es gibt eine spezielle Hierarchie unter den Lebewesen, die sich in Spezies, Gattung, Familie, Ordnung, Klasse, Phylum und Regna aufteilen lässt. Diese hierarchische Anordnung ist einer der offenkundigsten Beweise für die Evolution. Gäbe es keinerlei Verwandtschaft zwischen Tier- oder Pflanzenarten, könnte diese hierarchische Ordnung niemals entstanden sein und viele Gruppen hätten sich völlig verschiedenartig entwickelt.173
Darwin und seine Anhänger versuchten, die Erkenntnisse von Wissenschaftlern wie Ray und Linnaeus zu ihrem Vorteil auszulegen. Sie stellten gleichartige Strukturen unter den Lebewesen und die daraus resultierende Klassifikation als Beweis dafür dar, dass alle Lebewesen von einem gemeinsamen Vorfahren abstammen.
Tatsächlich jedoch gab es bereits eine Erklärung für die ähnlichen Strukturen verschiedener Lebewesen, vor der Darwinismus die wissenschaftliche Welt dominierte. Naturwissenschaftler wie Carl Linnaeus und John Ray betrachteten die Tatsache der gleichartigen Strukturen der Lebewesen als ein Beispiel für einheitliche Schöpfung. Mit anderen Worten seien Organe nicht deshalb gleich, weil sie von einem gemeinsamen Vorfahren abstammen, sondern weil sie individuell, zur Erfüllung einer ganz bestimmten Aufgabe geschaffen wurden. Erkenntnisse der modernen Wissenschaft haben dies bestätigt.174
Die Klassifikation kann eindeutig nicht als Beweis für die Evolution herangezogen werden. In seinem Buch Evolution: Eine Theorie in der Krise vergleicht Professor Michael Denton die evolutionistische Behauptung mit den wissenschaftlichen Tatsachen. Dabei kommt er zu dem Schluss, dass die hierarchische Struktur kein Beweis für die Evolution ist.175
Nach dieser Übersicht über die biologische Klassifikation wollen wir jetzt die Hauptschwierigkeiten des Darwinismus angesichts moderner wissenschaftlicher Erkenntnisse betrachten.
Tatsache ist jedoch, dass sich diese Hypothese absolut nicht auf die Entstehung der Arten anwenden lässt. Fortschritte auf dem Gebiet der Gentechnik haben zu der Erkenntnis geführt, dass Variationen innerhalb einer Spezies niemals zur Entstehung einer neuen Spezies führen können. Was Darwin als Evolution betrachtete, war in Wahrheit Variation.
Variation ist ein genetisches Phänomen, durch das Individuen oder Gruppen innerhalb einer Spezies unterschiedliche Eigenschaften besitzen können. Zum Beispiel besitzen alle Menschen auf der Welt im Grunde genommen die gleiche genetische Information. Doch dank des Variationspotenzials der genetischen Information haben einige Menschen dunkle Haut, andere haben rotes oder blondes Haar und manche sind besonders groß gewachsen.
Variation findet nur innerhalb der Grenzen genetischer Information statt. Alles innerhalb dieser Grenzen wird als Genpool bezeichnet. Alle Eigenschaften, die im Genpool einer Spezies vorhanden sind, können als Folge der Variation irgendwann, in irgendeiner Form hervortreten. Ein mögliches Ergebnis ist, dass bestimmte Reptilien über einen längeren Schwanz oder etwas kürzere Beine verfügen als andere Individuen ihrer Art. Die genetische Information für einen langen Schwanz und kurze Beine ist jedoch bereits im Genpool der Reptilien vorhanden. Doch Variation kann Reptilien nicht in Vögel verwandeln, indem sie mit Flügeln ausgestattet und mit Federn versehen werden und ihr gesamter Stoffwechsel geändert wird. Solch eine Veränderung macht eine Erweiterung der genetischen Information nötig. Die Variation ermöglicht diese aber zweifellos nicht.
Der Grund warum Darwin sich der Richtigkeit seiner Beispiele so sicher war, waren die unzureichenden wissenschaftlichen Erkenntnisse seiner Zeit. In Experimenten mit Lebewesen stieß die Wissenschaft des 20. Jahrhunderts jedoch das Prinzip der genetischen Homöostasis. 179. Dieses Prinzip hat gezeigt, dass kein Kreuzungsversuch zu einer neuen Spezies führt, und dass zwischen den Spezies unüberwindbare genetische Barrieren bestehen. Mit anderen Worten haben es Züchter nicht geschafft, durch Kreuzung verschiedener Variationen von Rindern eine neue Spezies hervorzubringen, was laut Darwin möglich sei. Doch es war absolut unmöglich.
Norman Macbeth, Autor des Buches Darwin Retried (Darwin neu verhandelt) sagt dazu Folgendes:
Der Kern des Problems ist die Frage, ob Lebewesen tatsächlich in unbegrenztem Maß variieren ... Die Arten scheinen dauerhaft beständig zu sein. Wir alle haben von enttäuschten Züchtern gehört, die einen bestimmten Punkt der Variation erreicht haben, um dann beobachten zu müssen, dass die Pflanzen oder Tiere wieder auf den Ausgangspunkt zurückfallen.180
Der Biologe Edward Deevey beschreibt, wie Variationen immer innerhalb genau festgelegter genetischer Grenzen erfolgen:
Bemerkenswerte Dinge wurden durch Kreuzungszüchtungen erreicht ... aber Weizen ist immer noch Weizen und hat sich nicht in Grapefruits verwandelt. Wir können einfach keine Schweine mit Flügeln züchten, so wie Hennen keine zylindrischen Eier legen.
Ein moderneres Beispiel ist der Anstieg der durchschnittlichen Größe von Männern im Laufe des vergangenen Jahrhunderts. Durch bessere Gesundheitsvorsorge (und vielleicht auch durch sexuelle Selektion, da die meisten Frauen größere Männer als Partner bevorzugen) haben ausgewachsene Männer im vergangenen Jahrhundert Rekordgröße erreicht, doch die Zuwachsrate fällt rapide, was darauf hinweist, dass wir unser Limit erreicht haben.182
Kurz, Variation bewirkt nur Veränderungen innerhalb der Grenzen der genetischen Informationen einer Art, sie können ihr niemals neue genetische Daten hinzufügen. Aus diesem Grund kann Variation nicht als Beispiel für Evolution angesehen werden. Gleichgültig wie oft man verschiedene Hunde- oder Pferderassen kreuzt, es werden immer Hunde oder Pferde dabei herauskommen. Es werden niemals neue Arten entstehen, fasst der Landwirtschaftswissenschaftler Dr. Don Batten zusammen:
... Variation innerhalb einer Art, wie z. B. durch Züchtung oder Adaption, ist keine Evolution. Bei den biologischen und genetischen "Beweisen" für die Evolution handelt es sich in Wirklichkeit um Variation innerhalb einer Art. Das hat überhaupt nichts mit Evolution zu tun. 183